Der Aufbau

Im Jahr 2004 stand die Neuanschaffung eines ELW an. Der „alte“ ELW war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Einsatzleitwagen.
Um die Kosten der Neuanschaffung so gering wie möglich zu halten entschied man sich den Umbau in Eigenarbeit durchzuführen. Nach kurzer Suche konnte bei einem ortsansässigen Opelhändler ein passendes Fahrzeug gefunden und gekauft werden. Der ehemalige Lieferwagen, ein Opel Movano, mit einigen technischen und optischen Mängeln war genau das richtige Fahrzeug für den Umbau.



Nachdem der Lieferwagen auf dem Hof stand, ging es ins Detail. In zahlreichen Sitzungen wurde der komplette Aufbau geplant, Aufgaben verteilt und die Teilebeschaffung koordiniert.Nachdem die Planung soweit stand, begannen die ersten Arbeiten am Fahrzeug.
Die optischen und technischen Mängel konnten beseitigt und der komplette Innenraum leergeräumt werden. Ein Sitzschienensystem wurde am Boden befestigt, auf dem später die hinteren Drehsitze laufen sollten. Der passend angefertigter Funktisch kam ins Fahrzeug und die ersten Kabel wurden verlegt.
Da der neue ELW nicht weiß bleiben sollte, schliffen Mitglieder der Einsatzabteilung die Karosserie an und entfernten Anbauteile.



Um Platz für die zahllosen Kabel zu schaffen musste eine Zwischendecke eingezogen werden, welche auch Platz für die zwei 4Meter Funkgeräte schuf.
In einem angepassten Schrank wurden Einsatzpläne sowie die Ladestationen für sechs 2Meter Funkgeräte und einige Gasmessgeräte untergebracht.
Um die Absicherung nach Hinten zu gewährleisten, kamen gelbe und blaue Blitzlampen in das Hochdach. Vorne wurden ein flacher Blaulichbalken und Frontblitzer angebracht. Eine zusätzliche Batterie, sowie ein Spannungswandler fanden ebenfalls Platz im Fahrzeug. Um bei Rückwärtsfahrten den Überblick zu behalten wurde eine Rückfahrkamera am Hochdach montiert.



Nachdem die 12 Volt Verkabelung annähernd abgeschlossen war, mussten ebenfalls Leitungen für die 230 Volt-Versorgung verlegt werden. Die 230 Volt Versorgung sollte später zum Betrieb zweier Computer und einiger Ladegeräte dienen.

Vor jeden PC wurde eine unabhängige Spannungsversorgung geschaltet, die es ermöglicht, die PCs ca. 20 Minuten ohne Stromeinspeisung zu betreiben.
Dies war nötig um im Falle eines Ausfalls der Stromeinspeisung keinen Datenverlust zu erleiden.
Die Computer verfügen außerdem über einen mobilen Internetzugang.



Eine Telefonanlage mit vier Mobilteilen, einer Basisstation sowie einem Fax sichern die Kommunikation nach Außen. Ein eigens entwickeltes System ermöglicht es sämtliche Einsatzkräfte optisch zu erfassen und die Atemschutzüberwachung von bis zu acht Trupps sicherzustellen.
Ebenfalls zur Beladung des ELWs gehört eine Wärmebildkamera die per Funk das gezeigte Bild auf einen der PCs überträgt. Somit ist es der Einsatzleitung möglich, das Vorgehen des Atemschutztrupps mit der Kamera zu überwachen und mitzuschneiden.
Im Heck des Fahrzeugs wurde ein Stromerzeuger untergebracht. Des weiteren fanden hier noch ein Notfallrucksack, Werkzeugkoffer, Warnleuchten, ein Feuerlöscher, Sitzbänke und Prüfröhrchen ihren Platz.



In etlichen Stunden wurde ein moderner und leistungsfähiger ELW komplett in Eigenarbeit aufgebaut und nach einer kurzen Erprobungsphase in Dienst gestellt.